IN POSE: "Die Kamera ist erst ein Hindersnis", sagt Gabriela (l.), "doch plötzlich wird man ganz locker."
Viele Frauen wie Männer, tun es für sich selbst, andere verewigen sich für ihren Partner. Das Bedürfnis nach einem zeitüberdauernden Fotodokument ist enorm; sei es aus Lust an der Verwandlung oder dem Begehren, die eigene Schönheit bewahrt zu wissen. Ein Begehren, das genährt wird durch die allem zu Grunde liegende Angst vor der eigenen Vergänglichkeit.
Doch wohlgemerkt, die Porträt-Sitzungen sind kein bierernstes Shooting, sonder eine entspannte Runde, in der der eigene Exhibitionismus genüsslich ausgelebt werden kann. "Wir wollen, dass sich die Leute wohl fühlen", betont die Visagistin Patrizia Scofano. "Sie sind Stars für einen Tag."
Fotografie bedeute, den Augenblick festzuhalten und ihn zu konservieren, sagt Gabriela Iampietro. Und wenn man sich selbst dabei den Fängen der Zeit für einen Moment entreissen kann, umso besser.